Faust von Johann Wolfgang von Goethe

Theaterprojekt 2 der 12. Klassen

Der sagenhafte historische Faust – der Gelehrte, der sich mit dem Teufel einlässt – war eine Schreckensfigur an der Schwelle zur Neuzeit und fand in verschiedenster Weise literarische Gestaltung. Goethe, der die Faustsage als Kind im Puppenspiel kennen lernte, macht daraus etwas ganz Eigenes, nicht zuletzt durch die vielschichtige, schillernde Figur des Mephistopheles.
Goethes Faust strebt nach Entgrenzung; in seiner Gier nach Intensität will Faust höher, schneller, weiter – er wettet mit dem Teufel, niemals an ein Ziel zu gelangen – und geht dabei buchstäblich über Leichen.
1825 schreibt Goethe: „Alles ist jetzt ultra, alles transzendiert (d. h. übersteigert sich) unaufhaltsam, im Denken wie im Tun. Niemand kennt sich mehr, niemand begreift das Element, worin er schwebt und wirkt, niemand den Stoff, den er bearbeitet. (Man wird) im Zeitstrudel fortgerissen; Reichtum und Schnelligkeit ist, was die Welt bewundert und wonach jeder strebt ... und alle möglichen Einrichtungen der Kommunikation sind es, worauf die gebildete Welt ausgeht, sich zu überbieten, zu überbilden und dadurch in der Mittelmäßigkeit zu verharren.“

In unserer Zeit erscheint eine neue Dimension des goetheschen Werkes, Faust wird in ganz neuer Weise in der Gegenwart zur Identifi kationsfi gur. Eine Beschäftigung mit Goethes „Faust” ist für den Jugendlichen besonders fruchtbar, fordert sie doch nicht nur eine Auseinandersetzung mit den Merkmalen der Moderne, sondern auch mit den großen Menschheitsthemen: den Fragen nach den Grenzen der Erkenntnis, der Bedeutung der Liebe, dem Rätsel des Bösen, der Möglichkeit der Freiheit.

11/18/2017 | Termine

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Theaterprojekt 1 der 12. Klassen

George Bernard Shaw, „Pygmalion“

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