Rückblick Theaterprojekt der 12B

„Jede Katastrophe hat ihr kleines Wunder…“, so eine der Weisheiten von Berta, der wohnsitzlosen Künstlerin im Einkaufswagen. Und dieses Wunder konnte man in den fünf Aufführungen des Theaterstücks der 12b im Cusanus-Haus erleben:

Nach einer sehr dichten, kurzen Vorbereitungszeit, nach vielen Planänderungen und Unsicherheiten erwies sich der endlich gefundene Spielort als ideale Alternative.

Am Morgen danach: Aus der Rezension eines Zeitgenossen:
Das aktuelle Zeitgeschehen bietet eine gewaltige Reibfläche, welche dem Menschen unentwegt zuspricht: „Mensch, werde wesentlich“. Die Jugendlichen fühlten sich bei der Entwicklung ihres Theaterstückes aufgerufen, „Vertrautes aufzugeben und sich auf Unsicheres einzulassen.“„Als gäb’s kein Morgen“ lässt uns an vielen Lebenssituationen teilnehmen, ja, der Such-Scheinwerfer leuchtet gleichsam in die Seelen, in die Schicksale hinein – in die Hoffnungen, die Verfehlungen, das Versäumte, das Verlorene, das Wertvolle…  Die Botschaft der Jugendlichen ist eindeutig: „Die haben verlernt zu leben, die zu viel auf Äußerlichkeiten geben.“ Alles, was nicht echt ist, nicht dem tieferen Menschsein entspricht, zerbricht letztlich und muss untergehen. Im Angesicht des Todes offenbart sich das Wesentliche: Der Mensch strebt ständig nach dem Sinn des Lebens. Dabei ist die Frage, ob Sinn nicht nur ein anderes Wort für Sehnsucht und die Suche des Menschen nach sich selbst ist. Das Verlangen danach und dass es nie genug ist und doch immer noch etwas Höheres, Größeres existieren muss… Die Menschheit braucht einen Sinn. Wer aber in dem Bewusstsein lebt, dass sein Leben jetzt enden kann und somit den Tod in sein Leben integriert, ja sich den Tod zum Freund macht, beginnt zu leben.

Das Theaterstück endet mit dem „letzten Schritt in Richtung nichts“. Und dieser ist notwendig! Was nicht echt, nicht authentisch ist, muss untergehen. Und dann? „Nur die Ruinen geben den Blick zum Himmel wieder frei“. Der Mensch allein ist Mittler zwischen Himmel und Erde. Und so viel wir bereit sind Himmelskräfte (Wahrheitsliebe, Herzenskraft, Verantwortung für das Wesentliche) in unser Leben aufzunehmen und zu verwirklichen, nur so viel wird an Neuaufbau möglich werden, so viel können wir auch „das Böse in Gutes verwandeln“.

Klasse 12B

 

 

10.11.2021 | Aktuelles

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