Handwerk und Technik

Zu den Kulturtechniken des Menschen gehören seit jeher praktische Handfertigkeiten. Sie zu beherrschen bedeutet nicht nur spezielles Können, sondern vermittelt auch Sicherheit im Umgang mit der Welt, Verantwortlichkeit im Tun, Schulung des Willens in den geforderten Anstrengungen. Das Lernen mit den Händen ist während der gesamten Schulzeit wesentlicher Teil des Unterrichts.

Handarbeit

Stricken, Häkeln, Sticken und Nähen schulen in den ersten vier Klassen die Feinmotorik der SchülerInnen. Diese Tätigkeiten erfordern Konzentrationsfähigkeit und intellektuelle Wachheit. In der Mittelstufe verwirklichen die SchülerInnen ihre eigenen Form- und Farbvorstellungen – das Nützliche verbindet sich mit dem Künstlerischen. Durch den Umgang mit der Nähmaschine wird die Technik Teil dieses kreativen Prozesses.

Handwerken

In der 5. Klasse beginnt die Arbeit mit Holz. Vom Sägen und Spalten des Baumstammes zum Schnitzen, Feilen, Hobeln erlernen die SchülerInnen die Schritte der Holzverarbeitung und wenden schließlich Verbindungstechniken des Schreiners an, um Werkstücke zu erstellen. Die Beherrschung der Hand wird an verschiedenen Werkzeugen geschult, selbst gesteuertes Tun wechselt sich ab mit der Notwendigkeit, sich den Bedingungen des Materials anzupassen. In der Oberstufe ist der Umgang mit Maschinen Teil des Unterrichts.


Gartenbau

Von der 6. bis zur 8. Klasse lernen und arbeiten die SchülerInnen einmal wöchentlich im eigenen Schulgarten. Hier wird seit 1919 biologisch-dynamisch mit Erde und Natur umgegangen. Die Schülerinnen bearbeiten den Boden, kompostieren, säen, pikieren, pflanzen, ernten und verwerten die Ernte. In der 10. Klasse lernen sie Maßnahmen zur Pflanzenveredelung. Durch den bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Pflanzen und Tieren werden Zusammenhänge in der Natur erkannt und durch das eigene Tun verwirklicht