Malerei und Plastik

Phantasie, bildhafte Vorstellung und Imagination spielen eine wesentliche Rolle in der Erziehung: Der Mensch will die Welt im Bild erfahren. Alles bildnerische Tun stärkt und differenziert das Wahrnehmungsvermögen, verbindet den Menschen intensiv mit den Qualitäten und Elementen der Welt, erlaubt ihm aber auch, die eigene Phantasie zu entwickeln.

Licht und Farbe

Die Fächer Malen, Zeichnen und Grafik begleiten die SchülerInnen von der ersten bis zur 12. Klasse. Fast der gesamte Lehrstoff der Unterstufe wird über das Bild vermittelt, im Bild erarbeitet und vertieft. Die Schrift wird aus dem Bild entwickelt, Erzählstoff in Bildern festgehalten. Zahlen und geometrische Formen werden gezeichnet, Pflanzen, Tiere, Landkarten im eigenen Heft dargestellt. Beim regelmäßigen Aquarellmalen lernen die Kinder die Farben und deren Qualitäten kennen.

In der Mittelstufe folgen Schattenlehre, perspektivisches Zeichnen und das Zeichnen von Gegenständen. Genaue Beobachtung und präzises Arbeiten sind gefordert.

Das Zeichnen in der Oberstufe legt den Schwerpunkt auf verschiedene Darstellungstechniken. Beim Malen stehen Farbenlehre und freier Umgang mit der Farbe im Mittelpunkt.

Form und Gestalt

Im plastischen Gestalten arbeiten die SchülerInnen mit Ton, Holz, Stein und Metall. Fähigkeiten aus dem handwerklichen Unterricht werden nun individuell-künstlerisch genutzt. Die SchülerInnen lernen, ihre Gestaltungskräfte den Eigenarten und Anforderungen des jeweiligen Materials anzupassen.

Ab der 9. Klasse erarbeiten sich die Jugendlichen die räumlich-plastische Gestalt. Ausgehend von Hohlform und Wölbung dringen sie vor zur abstrakten Plastik, der Darstellung von Tieren, Kopfportraits und zuletzt der ganzen menschlichen Figur.