Groß hilft Klein – die Patenschaften

Die SchülerInnen der neunten Klasse übernehmen jedes Jahr die Patenschaft für die Erstklässler.

Wie sehr diese Patenschaft im Einzelfall gepflegt wird und wie intensiv das Verhältnis von Klein zu Groß wird, ist ganz unterschiedlich. Die SchülerInnen gestalten es selbst – auf dem Schulhof, oder auch bei gemeinsamen Ausflügen.

Die Großen haben damit die Gelegenheit, ihre Sozialkompetenz zu schulen und ein Verantwortungsbewusstsein für die Kleinen zu entwickeln. Die Kleinen wiederum erleben Geborgenheit und können sich schneller in der Schule zurechtfinden.

Bericht eines Schülers über die Patenschaft

Bei uns an der Schule gibt es Patenschaften. Alle Schüler der neunten Klasse bekommen ein Kind aus der ersten Klasse zugeteilt, um welches sie sich kümmern müssen.

Ich habe zwei Intentionen, wenn ich diesen Artikel schreibe. Zum einen möchte ich festhalten, dass unsere Schule weit mehr ist, als eine bloße Bildungseinrichtung. Das ist schlichtweg eine Tatsache, die man als Schüler mitbekommt.

Es fängt schon in der ersten Klasse an, wenn man seinen Klassenlehrer kennenlernt. Diese Bindung ist insofern wichtig, weil man mit diesem die nächsten acht Jahre auskommen muss. Am Ende dieser acht Jahre kann man jedoch auf einen Zusammenhalt zurückschauen, der durch seine Höhen und Tiefen den Unterricht vertraut, persönlich, ja fast möchte ich sagen, familiär gemacht hat.

Zum anderen möchte ich aber auch einen Appell aussprechen. Ich schreibe an alle Schüler der Oberstufe, damit sie sich um ihre Patenkinder aus der ersten Klasse kümmern! Insbesondere spreche ich hierbei alle Schüler an, die etwas verändern möchten.

Oft sind es die kleinen Kreise, die man angehen sollte, um die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Und außerdem bin ich der Meinung, dass man von diesem Engagement selbst mehr mitnimmt, als es die Patenkinder letztlich tun. Ein Geber bekommt fast immer mehr, als ein Nehmer; vorausgesetzt allerdings, der Geber gibt auch freiwillig.

weiterlesen

Bericht von Paul Stephan, Rundbrief 145, 2015