»Putzsituation verbessern«

Ende Oktober 2010 kam aus der »Internen Konferenz« der Vorschlag, zu dieser Fragestellung doch diejenigen Eltern einzuladen, die im »SchUhle-mitmachen-Fragebogen« ihre Mitarbeit für diesen Bereich angeboten haben.

Noch vor den Weihnachtsferien luden wir diese Eltern schriftlich zu einem ersten Runden-Tisch-Gespräch für Januar ein. An diesem Abend wurde nach Darstellung der Gesamtsituation der damaligen Gebäudereinigung mittels Grundflächen, Lageplänen und Kosten durch Geschäftsführer und die Hausmeister gemeinsam überlegt, welche kostensparenden und qualitätsverbesserten Maßnahmen hier vorstellbar wären.

Komplexität und Umfang dieses 3. SchUhle-mitmachen-Projektes führten im folgenden Halbjahr zu 3 weiteren Abendterminen in großer Runde, sowie einer Vielzahl von Treffen in Kleingruppen. Vor allem die Erstellung eines aktuellen Leistungsverzeichnisses, verlangte den beteiligten Eltern, Hausmeistern und der Geschäftsführung viel Zeit, Genauigkeit und Fachwissen ab. In der Folge konnten 9 externe Reinigungsfirmen zur Angebotsabgabe eingeladen und mit zweien davon neue Verträge beginnend ab dem Schuljahr 2011/2012 ausgehandelt werden.

Belohnt wurde dieser Einsatz durch die erfreuliche Aussicht auf eine jährliche Ersparnis von ca. 20.000 Euro für den Schulhaushalt. Außerdem konnte die wöchentliche Grundreinigung der Klassenzimmer durch Eltern entfallen.

Eine einjährige Probephase diente dazu, Mängel in der Putzleistung oder Neueinschätzungen was die Putz-Häufigkeit bestimmter Bereiche angeht zu erfassen, anzusprechen und zu optimieren.

Stand April 2018 konnte die Kostenersparnis zwar beibehalten werden, viele Lehrer bitten aber mittlerweile wieder die Eltern der Klasse um Unterstützung bei der Grundreinigung, da eine Sauberkeit auch in allen Ecken und Winkeln sonst nicht immer gewährleistet werden könne.

Parallel zu den Aufgaben, welche die externen Reinigungsfirmen erledigen, nahmen wir uns in 2011 in großer Runde mehrfach der Frage an, wie Wert und Freude an einer »sauberen Schule« stärker ins Bewusstsein von Eltern, Lehrern und Schülern gerückt werden könne.

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Dies führte im Jahr 2011 zur Gründung eines Organisationsteams aus beteiligten Eltern und Hausmeistern, welches einen einmal jährlich stattfindenden »Putzaktions-Tag« vorbereitet und koordiniert unter dem Motto »SchUhle haut auf den Putz« Die Idee war, jährlich wechselnde Räumlichkeiten der Schule einer reinigenden Sonderbehandlung zu unterziehen. An einem lange vorher durch Plakate und Schulpostbeiträge angekündigten Vormittag sollte die gesamte Schulgemeinschaft — d.h. Schüler, Eltern und Lehrer — zum Mitmachen eingeladen werden.

Der erwünschte Effekt: Besseres Kennenlernen untereinander durch gemeinsames Tun und Einsparungen für den Schuletat.

Am 16. Juni 2012 war es erstmals soweit: der „Putz-Aktionstag 2012” stand an! Viele große und kleine Putzhelferinnen und -helfer (es waren immerhin 17 Erwachsene und 12 Kinder) befreiten im Großen Festsaal mit Radierschwämmchen, Wassereimer und Trockentuch ausgerüstet, Stuhl um Stuhl vom Schmutz: Streifen von Schuhsohlen an den Rücklehnen, „Speckränder” von unzähligen Händen oder Kaugummis in allen Farben und Größen.  Nebenher gab es genügend Zeit zu paudern, Musik zu hören oder eine Tasse Tee zu trinken.

Nach kleiner mittäglicher Unterbrechung durch Kuchen, Brezeln, Saft und Kaffee konnte sich das erputzte Ergebnis deutlich sehen lassen: alle Stühle, die Fronten der Stuhlschubladen und sämtliche Türen im Saal strahlten: Eine saubere Sache!

Da am 16. Juni nicht alles geschafft wurde, traf man sich in erweiterter Runde am 22. September noch einmal zum erfolgreichen Saalputz-Abschluss.  

Die von der Geschäftsführung bestätigte Einsparung, die durch den vierstündigen Einsatz „erputzt” wurde, erfüllt mit Stolz: eine derartige Reinigung durch eine externe Putzfirma hätte die Schule ca. 1.600 EUR gekostet – ein beachtliches Sümmchen, das die Schule nun für Anderes zur Verfügung hat.

Leider schlief dies Projekt im Laufe der Jahre ein.